Meine Erfahrungen nach dem Work and Travel und wie es mir wirklich ging.
Für alle Mamas am Ende noch einen Tipp zur bedürfnisorientierten Unterstützung deiner Tochter.
Nach 18 Monaten Work&Travel Australien stand ich am 12. April wieder auf deutschem Boden. Eigentlich war mein Plan, erst im Juli heimzukommen – doch nach 14 Monaten 24/7 mit meinem Freund auf Reisen und weiteren fünf Monaten Fernbeziehung war die Sehnsucht zu groß.
Wir trafen uns in Vietnam, reisten zwei Wochen zusammen und landeten schließlich in Frankfurt, wo ich die ersten fünf Tage in seiner WG verbrachte.
Danach fuhr ich nach München und überraschte alleine meine Familie zu Ostern.
Nach drei Wochen zu Hause bei Mama, dem ersten Freundinnentreffen in München und einem Termin beim Arbeitsamt startete ich meine persönliche „Deutschland-Bahn-Tour“:
München - Stuttgart – Berlin – Greifswald – Lüdenscheid – Odendorf
Von meiner letzten Freundin wurde ich sogar von meinem Partner abgeholt – nur zwei Stunden Fahrt mit dem Auto, aber vier Stunden mit der Bahn. 😆
Insgesamt war ich zwei Wochen unterwegs. Dabei wurde mir wieder bewusst, wie unterschiedlich meine Kontakte hier in Deutschland sind – und wie wertvoll diese Vielfalt ist:
Eine Kollegin aus meiner Zeit bei Rewe, die es im Leben nicht leicht hat
Kolleginnen aus der alten Kita
Meine Business-Buddine mit Kind
Eine Freundin, die ich in Neuseeland kennengelernt habe
Eine weitere Freundin, die zur gleichen Zeit in Neuseeland war, wir uns aber erst später über Instagram gefunden haben
Und genau das liebe ich am Reisen: die Vielfalt, die das Leben bunter macht.
Was nach einem perfekten Happy End klingt, fühlte sich für mich schnell anders an.
Ich hatte keine Ahnung worauf ich mich bewerben solle, lebte in einer WG, in der ich mich nicht wohlfühlte, und kannte in meiner neuen Stadt noch niemanden. Mein Onlinebusiness im Techniksupport lief zwar, aber noch nicht so, dass ich allein davon leben konnte.
Dazu kam die Frage: Bin ich überhaupt noch die Sandra, die als Erzieherin losgezogen ist?
Die ersten Wochen nach der Rückkehr waren ehrlich gesagt hart:
Orientierungslosigkeit im Online-Business
Das Gefühl, aus meinem alten Offline-Job „rausgewachsen“ zu sein
Den ganzen Tag allein zu Hause am PC – mit wunderschöner Aussicht auf die Mosel, aber ohne Zuhause-Gefühl
Australien habe ich vor allem wegen des Wetters und des Surfens vermisst. Dieses „Ich will zurück“-Gefühl war nach Neuseeland damals viel stärker.
Immerhin bin ich jetzt wieder bei meinem Herzensmenschen – der allerdings 50 Stunden pro Woche im Büro sitzt.
Doch dann habe ich angefangen, kleine Schritte zu gehen – und genau das hat alles verändert:
AirBnB: Ich habe mich überwunden unseren Vermieter zu fragen ob ich ihm bei der Gästezimmervermietung unterstützen kann, einfach um was mit meinem Körper zu tun
Wohnungssuche gestartet, obwohl mein Freund lieber in der WG bleiben wollte – Spoiler: ab 8. Juli saßen wir im Wohnzimmer mit Moselblick
Co-Working statt allein zu Hause arbeiten – und direkt neue Kontakte geknüpft
Jobangebote geprüft – und mich sogar initiativ für eine Tourismus-Digitalisierung-Stelle beworben
Zufall, meine Kollegin im Coworking war auf der Suche nach einer Babysitterin und hat mich direkt für 2 Tage später zu sich nach Hause eingeladen
Zusage bekommen: Ich habe mich spontan - einen Tag nach Ablauf der Bewerbungsfrist - auf eine Krankenvertretungsstelle in eine Kita in meiner Nähe beworben und direkt einen Mini-Job Vertrag bis zur Sommerschließung bekommen. Spoiler: Der Festvertrag für nach den Ferien ist in der Ausarbeitung!

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Schritte, um nach dem Auslandsjahr klarzukommen – ohne das Selbstvertrauen zu verlieren, das du dir aufgebaut hast
3 Dinge notieren, die du im Ausland liebgewonnen hast – Routinen, Hobbys oder Denkweisen, die du behalten möchtest, und schon vorab herausfinden, wie du sie in Deutschland umsetzen kannst.
Überlegen, worauf du Lust hast – welche Richtung könnte dich interessieren: Job, Ausbildung, Studium oder erstmal was ganz anderes?
Treffen ausmachen – mit Freunden, Familie oder Bekannten, damit du dich direkt auf etwas freuen kannst.
Interessen sortieren und Möglichkeiten recherchieren – welche Berufe, Ausbildungen oder Studiengänge passen zu dem, was dir Spaß macht?
Bürokratie klären – Krankenkasse, Arbeitsamt (falls nötig), SIM-Karte oder Internetflat aktivieren, damit alles bei Ankunft funktioniert.
Raus unter Leute – alte Freunde wiedertreffen, zurück zum Vereinssport oder neue Gruppen und Events ausprobieren.
Mit Menschen reden, die das Gleiche durchgemacht haben – Reisefreunde verstehen dich oft besser als Zuhausegebliebene.
Einen kleinen Job schnappen – Babysitten, Kellnern, Ferienjob … Hauptsache, du kommst ins Tun.
Liebgewonnene Routinen weiterführen – z. B. Sport, Morgenritual, kleine Ausflüge oder neue Interessen vertiefen.
Auf dein Bauchgefühl hören – du hast ein Jahr lang selbst entschieden, was für dich passt. Halte daran fest.
Praktika oder Schnuppertage nutzen – um Berufe auszuprobieren, bevor du dich festlegst.
Bewerbungen vorbereiten – für Jobs, Ausbildungsplätze oder Studiengänge, um nahtlos starten zu können, falls gewünscht.
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Damit du nach deinem Auslandsjahr nicht planlos zurückkommst, ist gute Vorbereitung der Schlüssel. In meinem 6-Wochen-Mentoring bekommst du ab deiner Entscheidung fürs Ausland eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, persönliche Begleitung und Insider-Tipps – inklusive einer Lektion, wie du die Rückkehr entspannt meisterst und gar nicht erst ins Post-Auslandsjahr-Tief fällst.
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Ein Tipp für alle Mamas, die verstehen möchten, was im Kopf der Tochter bei der Rückkehr los ist.
Offen bleiben für ihre Ideen – auch wenn sie nicht dem klassischen Weg entsprechen.
Positive Erinnerungen wachhalten – zusammen Fotos anschauen oder Geschichten vom Auslandsjahr hören, um das Erlebte wertzuschätzen.
Mut machen – betonen, dass Orientierungslosigkeit nach so einer großen Erfahrung normal ist und sich die Richtung mit der Zeit findet.
Kleine Ziele gemeinsam festlegen – lieber ein Bewerbungsanschreiben schreiben oder einen Kurs recherchieren, statt den „Lebensplan“ in einer Sitzung durchdiskutieren.
Zeit geben -Viele Erlebnisse verarbeitet das Gehirn erst nach der Rückkehr vom Auslandsjahr. Es kann bis zu 3 Monate dauern um sich wieder "an das System" angepasst zu haben. Druck, jetzt direkt arbeiten zu müssen oder ein Studium zu starten, können sich negativ auswirken und zur Post-Reise-Depression führen.
ÜBER DIE AUTORIN

Sandra Pickl
Ich bin Sandra, Gründerin von Traumreise Auslandsjahr und selbst Reisejunky.
Als Mentorin helfe ich jungen Frauen, ihren Work & Travel Traum stressfrei und sicher zu verwirklichen.
Mit meiner Erfahrung aus gut 2,5 Jahren Work&Travel in Neuseeland und Australien sowie unzähligen Roadtrips durch Deutschland und Europa, gebe ich dir klare Schritte, Insider-Tipps und Motivation für dein Abenteuer Auslandsjahr.
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Ein ehrlicher Selbstcheck für junge Frauen – und ihre Mamas, die sie unterstützen möchten

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